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Mein Erster Schultag im Schulhaus Dohlenzelg 2017


Bericht: Stephan Eugster
Fotos: Daniel Brunssen

Der Wecker klingelt, seine Mutter steht bereits nervös im Türrahmen. Timo blinzelt und möchte weiterschlafen. Ein sanftes Schütteln, ein zärtlicher Kuss auf die Stirn. „Wach auf, Timo, heute ist Dein erster Schultag.“ Timo ist schlagartig wach. Der Tag auf den er sich so gefreut hatte, ist endlich da. Schnell zieht sich Timo die Kleider über, Anna, seine grosse Schwester lacht, als sich Timo ohne Hosen an den Frühstückstisch setzt. Schnell hat er sich auch diese übergezogen.

Timo steht mit seiner Mutter und seinem Vater – beide haben sich wegen ihm extra von der Arbeit freigenommen – beim Brunnen des Schulhauses Dohlenzelg. Wie er dorthin gekommen ist, vermag er nicht mehr zu sagen. Er ist nervös. Seine Freunde aus dem Kindergarten sind ebenfalls da. Und da sind auch Frau Zumsteg, Frau Bär und Frau Späth. Sie begrüssen ihn und alle umstehenden Kinder. Timo hat alle drei Lehrerinnen bereits vor den Sommerferien kennengelernt. Sie scheinen nett zu sein.

Irgendwann sieht sich Timo an der Hand genommen. Die älteren Kinder der Primarschule Dohlenzelg stehen im Halbkreis und singen ein Lied. Erst viel später begreift er, dass die anderen Kinder für ihn, für alle neuen 1. Klässler, ein Lied gesungen haben. Auch hat er eine grosse gelbe Blume erhalten. Was soll ich mit einer Blume, denkt sich Timo und gibt diese seiner Mutter weiter. Das grosse Kind, welches ihn an der Hand hält, erklärt ihm, dass sie seine „Gotte“ sei. Ich hab doch bereits eine, denkt sich Timo, sagt aber nichts. Beim Abschied erklärt seine „Gotte“, dass sie ihm sehr bald das Schulhaus zeigen wird und die „dos & don’ts“ erklären wird.

Dass die neuen 1. Klässler jedes Jahr zu Beginn des Schuljahres mit einem Lied und einer Sonnenblume von den älteren Schülern willkommen geheissen werden, weiss Timo so nicht. Zu diesem Willkommensritual der Primarschule Dohlenzelg gehört eine musikalische Begleitung, dieses Jahr mit Frau Streiff am Keyboard und Frau Delay als Dirigentin. Ebenfalls Teil dieses Rituals ist eine kurze Willkommensrede der Schulleitung, diesmal mit Philipp Grolimund, Gesamtschulleiter der Schule Windisch. All das ging an Timo vorbei. War ja auch echt viel los in dieser kurzen Zeit bevor es ins Schulzimmer ging.

So richtig aus sich heraus kam Timo erst abends beim Essen in gewohnter Umgebung. Alles, jedes Detail wollte erzählt werden. Von Otto beispielsweise, einem Tier, das in einem Buch wohnen soll …..seiner Schwester Anna wurde es schnell langweilig und sie zog sich zum „chillen“, wie sie jeweils sagt, zurück und verschwand alsbald in ihrem Zimmer.


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