Ssassa - Ein musikalisches Feuerwerk


Im Rahmen des Kulturangebotes der Schule Windisch war in der vergangenen Woche die Musikgruppe Ssassa bei uns in der Bossardschür. Alle Kindergärten und die Primarschulen waren eingeladen, den Klängen nicht nur zu lauschen, sondern selbst aktiv ins Musikgeschehen zu einzutauchen. Ein wenig verwundert haben sich alle auf dem Boden und nicht auf Stühlen niedergelassen und gespannt den Auftritt der Musiker erwartet.

Dann ertönten sie: die ersten – für unsere Ohren zunächst ungewohnten – Klänge, gespielt mit Trompete, Gitarre, Laute, Tarantella und Trommel , begleitet von einer Tänzerin wie aus Tausendundeiner Nacht. In sieben Sprachen aus sieben Ländern wurden alle begrüsst, und es erklangen Romalieder aus Mazedonien, Albanien und der Türkei. Aber schon im nächsten Augenblick erfasste die Musik, die ja bekanntlich Grenzen sprengen kann, unsere Herzen und zauberte ein Strahlen und Leuchten nicht nur in die Augen der Kinder. Im Nu haben die Klänge den ganzen Raum erfasst, und die ersten Kinder klatschten und bewegten sich schon von ganz alleine zum Rhythmus der Instrumente.

Dann hiess es „aufstehen und mitmachen“! Die Meisten hatten die Texte schnell gelernt und sangen die fremden Lieder auch im Kanon mit. Dazu wurden Rasseln und Blasinstrumente, sogenannte Robifons, verteilt. Kinder und Lehrer waren eingeladen, ihrer Freude und musikalischen Fantasie freien Lauf zu lassen. Mit Leichtigkeit und Begeisterung haben sich alle auf diese musikalische Reise mitnehmen lassen.
Ganz besonderen Eindruck machte die Tänzerin Assala Ibrahim aus dem Irak, die mit ihren wundervollen Tüchern und goldenen Kleidern einen Hauch von Orient zu uns brachte. Nebenbei erfuhren wir, dass man das Robifon auch selbst herstellen kann.
Viel zu rasch verging die Stunde, die so ganz anders war als wir es erwartet hatten. Das Anliegen der Gruppe Ssassa, Kindern aus fremden Ländern einen neuen Zugang zu ihrem reichen kulturellen Hintergrund zu verschaffen und ihnen zu zeigen, dass diese Kultur auch bei uns einen Platz hat, wurde voll erfüllt. Die Kinder liessen sich jedenfalls gerne auf diese interkulturelle Erlebnisreise mitnehmen. Danke für diese glücklichen Momente!
R. Mayer-Lepke


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